Kreatives Visualisieren in Workshops

Beratung mit dem Stift

Ich hatte ja schonmal vor einiger Zeit darüber geschrieben das ich großer Fan von Sketchnotes bin und diese gerne dazu nutze um meine Ziele zu visualisieren. Ebenfalls lasse ich mich gerne inspirieren um neue Eindrücke zu sammeln, die ich dann in meine tägliche Arbeit mit einfließen lasse.
So bin ich im Herbst zu einem Workshop gekommen weil mich der Titel sehr angesprochen hat: Kreatives Visualisieren in Workshops – Beraten mit dem Stift

verschiedne Arten von Textblasen
Zwei Figuren rennen
Familie Doodle

Ein Hoch auf kreative Beratung

Das Gute an so einem Workshop ist das man mal als Teilnehmer auf der anderen Seite sitzt und entspannt zuschauen kann. Aber mit einem kreativen Trainer, in diesem Fall Dirk Hannemann, werden die Teilnehmer von Angfang an mit eingebunden. Das Flipboard verwandelt sich schnell in eine Zeichenfläche, die Zeit vergeht wie im Flug und am Ende des Tages bleiben die visualisierten Themen im Gedächtnis kleben.

Flipboard Chart Aufbau

Flipboard Charts können auch mal bunt sein

Der Visualisierungs Effekt

Genau das ist der Effekt der visuellen Beratung. Mit Bildmetaphern werden Situationen, Lösungen oder Strategien dargestellt. Bilder rufen Emotionen hervor und die Fantasie wird angeregt. Mithilfe diesem kreativen Prozess können Ideen oder Unternehmensstrategien veranschaulicht werden.
Da Bilder allerdings auch mehrdeutig sein können, wird beim kreativen Beraten immer dann noch ein Text zum Bild gestellt wenn es zu Verwechslungen oder Mißverständnissen kommen könnte.

Nudelsuppe oder Kaffeepause

Drei magische Nudeln schweben über einer Suppenschüssel oder heißt es Kaffeepause?

Figur fällt

Flipboard oder Block

Vor mehreren Teilnehmern kommt sicher das Flipboard zum Einsatz. Praktisch ist das ich die einzelnen Bögen vorbereiten, zusammenrollen und zum Kunden mitnehmen kann. So strukturiere ich im Vorfeld schonmal den Ablauf, denke mir Bildmethaphern aus und lasse mir Zeit Text so zu schreiben das er lesbar ist.
Visualisierungen für Publikum, am Flip- oder Whiteboard, müssen für alle verständlich sein. Ganz anders ist es mit den eigenen visuellen Notizen auf dem Block, der Serviette oder was man sonst gerade zur Hand hat beim nächsten Vortrag. Meine visuellen Notizen sind wie meine Handschrift, ich kann sie lesen.

Fußballspiel oder Agression
Flipchart Riesenrad als Workshop Grundlage

Visual Facilitation: Das Riesenrad mit demn Gondeln könnte ich zum Beispiel schon vorbereiten. Im Workshop werden dann gemeinsam mit den Teilnehmern Texte und Bilder eingesetzt.

(Das Riesenrad entstand in Zusammenarbeit mit zwei Workshopteilnehmerinnen)

Sketchnotes und visual Storytelling

Bei einem Vortrag kann ich mich insofern vorbereiten das ich bei dem Referent nachfrage über welches Thema er sprechen wird. Somit kann ich eine Struktur aufbauen in der ich die visuellen Notizen anlege. Das geht schon in die Richtung eines graphic recordings, einem visuellen Verlaufsprotokoll.
Wenn ich diese visuellen Notizen für mich selbst erstelle sind es Sketchnotes. Ich picke die, für mich, wichtigen Details und Informationen heraus und visualisiere diese.

Sketchnotes: Sabine Asgodom erzählt von ihrem ersten Fernsehauftritt. Da ich es nur gescribbelt habe um mich selbst an ihre lustige Geschichte zu erinnern ist diese Sketchnote wahrscheinlich auch nur für mich aufschlußreich.

Sketchnote zu Sabine Asgodom
Sketchnotes zu Verhandlungsstrategien

Sketchnotes: Tipps zum Verhalten bei Verhandlungen mit schwierigen Verhandlungspartnern.

Show, don’t tell!

Mit dem visual storytelling kann ich eine ganze Geschichte in vier Schritten erzählen.

1. Das Setting
2. Die Entwicklung
3. Das Ereignis/die Störung
4. Die Lösung

Bilder wecken Emotionen die im Gedächtnis haften bleiben. Die Geschichte vom Seemann zum Beispiel kommt komplett ohne Worte aus. Somit können der Zielgruppe Botschaften, Fakten und Infos unterhaltsam und einprägsam vermittelt werden.
Eine visuelle Geschichte kann mit Fotos, Illustrationen, Erklärfilmen oder auch mit Infografiken erzählt werden.

 

Tipps zu Flipboard Präsentationen

Tipp 7 als Sketchnote umgesetzt: Flipboard Charts abfotografieren und mit ins Handout packen!

Flipboard Chart mit Pastellkreide

Flipboard: Flipboard Charts können auch mal ganz bunt werden, zum Beispiel mit Pastellkreide – Vorsicht: Die Kreide ist ganz schlecht aus Stoffen und Teppichen zu entfernen 🙂 Auf keinen Fall was weißes Tragen!

Verhalten bei Verhandlungen

Keine Panik: Auch wenn mal was „falsch“ gezeichnet ist, einfach durchstreichen. Vielleicht ist es die Grundlage zur nächsten Diskussion?

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